BATTLE BEAST | Unholy Savior

Nuclear Blast | 11 Tracks | 44:26 Min.

BATTLE BEAST aus Finnland legen mit "Unholy Savior" ihr drittes Album insgesamt und das zweite mit Frontfrau Noora Louhimo vor. Heavy Metal-Puristen könnten sich bei der 2008 gegründeten Band schon immer an der weiblichen Besetzung am Gesang gestört haben. Allerdings brüllen und keifen Noora wie auch ihre Vorgängerin Nitte Valo viele ihrer männlichen Kollegen in der Art eines Rob Halford oder Udo Dirkschneider in Grund und Boden. Doch jetzt machen es BATTLE BEAST selbst begeisterten Fans mit einigen Songs auf "Unholy Savior" extrem schwer: "Touch In The Night" klingt wie dreißig Jahre zu spät veröffentlicht. Mit all den typischen Achtzigerjahre-Synthie-Pop-Sounds hätten BATTLE BEAST hiermit sicher einen Song auf dem Soundtrack zum Eddie Murphy-Blockbuster "Beverly Hills Cop" platzieren können. Wie eine Zeitreise, auch weil Noora hier stellenweise wie Kim Wilde singt und haucht. Der nur auf dem Digipak enthaltene Bonus-Track "Push It To The Limit" schlägt in dieselbe Kerbe und klingt nicht nur ein bisschen nach dem Bonnie Tyler-Hit "I Need A Hero". Und dann wären da mit "Sea Of Dreams" und "Angel Cry" zwei Balladen, bei denen Noora gesanglich zwar viel zeigen kann, die aber irgendwie weder in den Albumfluss noch in das bis dato bekannte Gesamtwerk von BATTLE BEAST passen. Rund um diese vier Songs außerhalb der Reihe jedoch hauen uns die Finnen mit Speed-Granaten wie dem Opener "Lionheart", "Far Far Away" (inklusive "2 Minutes To Midnight"-Gedächtnis-Riff) oder "Speed And Danger" ein paar richtig geile Songs vor den Latz. So kennt man BATTLE BEAST von ihren energiegeladenen Auftritten und so hätte zumindest ich BATTLE BEAST gerne auch auf Album Nummer Vier wieder durchgängig. Die Achtziger-Synthies kleben jetzt sicher noch 7 Tage in meinen Ohren. Dr. Haag

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