DARKHAUS
Providence (EP)
Ich bin ja immer etwas skeptisch bei diesen zwischen-geschobenen EPs. DARKHAUS präsentieren mit "Providence" vier neue Songs, dazu eine Live-Version von "Drive" und einen Remix von "Life Worth Living".
Die EP startet druckvoll mit "The Fire Within" und gehört zweifellos zu den härteren Songs der Band, man könnte gar von ein wenig PRO-PAIN Einfluss sprechen. Der Sound ist krachender als beim Debütalbum "My Only Shelter", was den Boxen richtig gut tut. "Side Effect Of Love" ist dann die Kategorie Radio-Anspieltipp. Es folgt die auffälligste Nummer der Scheibe und gleichzeitig der Titeltrack "Providence". Phasenweise klingt es ein wenig danach, als ob Rupert Keplinger da ein paar Töne seiner anderen Band EISBRECHER mit im Ohr hatte, zumindest bis Kenny Hanlons Vocals dazu kommen. Die Nummer geht sofort ins Ohr und dürfte auch für jeden Club ein interessantes Werk sein. "Throwing Away" ist dann der letzte neue Track, dessen balladeske Ausrichtung vor allem die große Zahl weiblicher Fans ansprechen wird. Es folgen noch die bereits erwähnten "alten" Songs vom Debütalbum.
Alles in allem sicher ein gelungenes Minialbum, ob es allerdings nicht bis zum nächsten regulären Album Zeit gehabt hätte, mag jeder für sich entscheiden. Fakt ist, der Markt wird immer schnelllebiger, so dass es wohl der Zahn der Zeit ist, die Abstände zwischen den Veröffentlichungen klein zu halten. Ich bin mir sicher, dass wir das in Zukunft häufiger erleben werden. Bei vielen Bands vorher gingen diese Versuche daneben, im Fall von DARKHAUS wirkt es eher, als hätte man den Schwung und die Dynamik einer ersten Headliner-Tour in ein gelungenes Songwriting einbracht. Die Jungs haben es nicht ver-SIEBT.
Matt
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