GRUESOME

Savage Land

Die Bands und Musiker, die der Florida-Legende DEATH und ihrem Mastermind Chuck Schuldiner (R.I.P.!) Tribut zollen, sind Legion. So detailverliebt, unterhaltsam, schlicht: großartig wie GRUESOME (ebenfalls in Florida ansässig) hat das bis jetzt aber noch niemand auf die Kette bekommen.

Kein Wunder, das Line-up trumpft mit (zum Teil ehemaligen) Musikern von Bands wie POSSESSED, MALEVOLENT CREATION und EXHUMED auf. Zudem war Sänger und Gitarrist Matt Harvey Teil der DEATH-TO-ALL-Tour, die fast ausschließlich ehemalige DEATH-Mitglieder führt und als offizielle Tribute-Band durch die Konzerthallen reist. Dazu kommt das liebevoll nachgestellte Bandlogo, das Artwork (gemalt von... natürlich: Ed Repka) und dieser typische Sound, wie er nur in Florida gemacht wird. Als Sahnehäubchen steuerte James Murphy (spielte auf DEATHs "Spiritual Healing") ein Gitarrensolo bei. Auch bei den Songtiteln ("Closed Casket", haha...), Arrangements und Gesangslinien steckt die Liebe im Detail. Natürlich kann man so eine Scheibe als bloße Kopie abstempeln. Wem allerdings bisher das Bindeglied zwischen den beiden DEATH-Klassikern "Leprosy" und "Spiritual Healing" fehlte, wird hier fündig werden. Dazu kommt noch ein Schuss MASSACRE und AUTOPSY (deren Köpfe ja ebenfalls aus dem DEATH-Umfeld stammen), und fertig ist eine astreine Old-School-Death-Metal-Scheibe, die richtig Spaß m8!

Auf der Limited Edition finden sich mit DEATHs "Land Of No Return" (erschien ursprünglich auf dem 1986er Demo) und SLAYERs "Black Magic" übrigens zwei sehr hörenswerte Coverversionen.

Zenz

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