HARDCORE SUPERSTAR
HCSS
Das Cover ist ein Hingucker: Die pinken Ringe im Hintergrund haben was Hypnotisierendes. Und dann schaut mich dieser einäugige Skull an, dem irgendwelcher Schleim runter tropft. Das kann ja heiter werden... Moment, etwas fehlt: Das Logo von HARDCORE SUPERSTAR. Doch dafür und auch für den schlichten Titel "HCSS" des zehnten Studiowerkes gibt es Gründe. Als ein Fan Bassist Martin Sandvik Demos aus '94 in die Hand drückte, kamen bei der Band Erinnerungen an ihre Entstehungszeit zu Tage. Stimmung und Gefühl von damals waren plötzlich so präsent, dass man entschied, daraus Inspiration für Neues zu schöpfen. Die Schweden wollen ihren Fans zeigen, wo sie herkommen, was Songwriting, Produktion und Artwork angeht.
Mit etwas Nachdenken kommt mir der Gig beim finnischen ANKKAROCK-Festival 2009 in den Sinn, bei dem mir HARDCORE SUPERSTAR einen ordentlichen Tritt in den Allerwertesten verpasst hatten, natürlich im übertragenen Sinn. Und genau in dieser Manier setzt sich das Schaffen der vier Göteborger fort. Gleich der Opener "Don't Mean Shit" heizt mit druckvoller Gitarrenarbeit von Vic Zino und Adde Anreassons voranpreschenden Drums richtig ein. Es wundert mich kein Bisschen, dass die Jungs schon mit MOTÖRHEAD tourten. Westernklänge eröffnen "The Cemetary". Im weiteren Verlauf erinnern mich sowohl die Grundstimmung des Songs als auch der höchstvariable, teils gehauchte Gesang von Jocke Berg ein wenig an ihre Landsleute H.E.A.T. Auch vor psychedelisch anmutenden Elementen schreckt man nicht zurück, wie im Intro von "The Ocean". Für den Mix ist Joe Barresi (SLIPKNOT, APOCALYPTICA, BAD RELIGION) verantwortlich. Ich bin gespannt, ob die Singleauskopplung "Touch The Sky" an den Erfolg von "Beg For It" aus dem gleichnamigen Vorgängeralbum anknüpfen kann, erreichte sie seinerzeit Gold zu Hause. Insgesamt ist das Album wieder mehr Kick Ass Rock'N'Roll als Sleaze, perfekt für die 8te Welttournee.
Iris
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