IMPELLITTERI

Venom

Nach der Veröffentlichung vom sehr guten Album "Wicked Maiden" war es bis auf einige Konzerte fast fünf Jahre still um IMPELLITTERI. Nun kommt das neue Werk "Venom" relativ überraschend um die Ecke und wieder ist am Mikro Rob Rock zu finden. Da schlägt das Herz jedes US Metal Fans doch gleich mal höher. Chris Impellitteri ist mit seiner 1987 gegründeten Band vor allem in Japan erfolgreich, genießt dort den Status eines Superstars. Aber auch hierzulande haben sich IMPELLITTERI einen hervorragenden Ruf bei den Metal Fans erarbeitet. Zum ganz großen Durchbruch hat es aber in Europa bisher nicht gereicht.

Rob Rock war schon in den Neunzigern als Sänger bei IMPELLITTERI an Bord und an sieben Platten beteiligt, aber insgesamt hatte das Line-Up um den Gitarristen nicht viel Konstanz. Ähnlich wie bei Gitarrenkollege YNGWIE MALMSTEEN gab es kaum ein Album mit denselben Musikern. Rock selbst zeigte sein Können davor unter anderem auch bei AXEL RUDI PELL und auch beim Kultalbum "Project:Driver" der Allstar-Truppe M.A.R.S. (MacAlpine, Aldridge, Rock, Sarzo). Und es ist sehr erfreulich, dass Rob Rock auch beim neuen Album von IMPELLITTERI wieder am Mikro steht und sein Klasse zeigt.

Auf "Venom" gibt es klassischen Power Metal, natürlich garniert von reichlich Gitarrensoli und hämmernder Doublebass. Aber trotz des altbekannten Schemas: die Songs haben es in sich. "We Own The Night" ist ein absoluter Burner, der einem nicht mehr aus dem Kopf geht. Der Titelsong "Venom" gleich zu Beginn oder aber auch "Time Machine" sind Vollgas pur. Was die Band super hinbekommen hat, ist, dass hier trotz aller Dominanz der Gitarren, zu keiner Zeit der Eindruck entsteht, ein Gitarrenheld hat als Alibi für seine Gitarreneskapaden eine Platte zusammengeschustert. Alles ist songdienlich, die relativ kurzen Songs sind alle wie aus einem Guss.

Wer ein klein wenig was mir dieser Musik anfangen kann und Scheiben der Bands RACER X, VICIOUS RUMOURS oder auch der deutschen Power Metaller von BRAINSTORM mag, wird hier definitiv nicht falsch liegen.

Chris Impellitteri und seine Band hauen hier mit Volldampf alle 9e um und haben eines der besten Alben der Bandgeschichte abgeliefert.

Holger

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