KÄRBHOLZ

Karma

Nach dem Erfolgsalbum "Rastlos" legen die vier Jungs aus NRW mit diesem Nachfolger noch eine ordentliche Schippe drauf. Der sechste Longplayer ist das mit Abstand musikalisch abwechslungsreichste Werk der gestandenen Punkrocker, die sich dabei treu geblieben sind: "stimmgewaltig, frech, hart, bisweilen bedächtig und nachdenklich, aber auch ehrlich, unbequem, direkt und ohne Blatt vor dem Mund" (wie sie auf ihrer Homepage schreiben) - ähnlich wie die TOTEN HOSEN (und da zeigen sich auch durchaus Ähnlichkeiten im Gesang von Torben Höffgen.

Klare Gitarrenriffs treffen auf eingängige Hooklines, kreativ arrangiert und voller stilistischer Vielfalt (da gibt's auch mal Reggae-Klänge, und auch eine Trompete kommt zum Einsatz). Zum guten Gesamtbild hat sicher auch die Produktion von Andy Classen beigetragen, denn in seinem Studio wurde auch dieses Album, praktisch als Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit bei den letzten beiden Platten, eingespielt. Als Anspieltipp empfehlen sich "Kein Rock'n'Roll", "Tiefflieger" oder "Lass mich fliegen". Da ist es auch kein Wunder, dass die Punker im Juli in Wacken dabei sein durften.

Damit lassen sich zehn Jahre KÄRBHOLZ feiern, von mir gibt's dafür eine 8bare Wertung, denn auf dem Cover heißt es "Achtung: lebensbejahende Beatmusik" - und das trifft hier zu!

Norbert

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