KORPIKLAANI
Noita
Geht es um geschraddelte Powerchords, Geige, Akkordeon und rauen Gesang, dann setzen KORPIKLAANI schon seit Jahren die Messlatte sehr hoch. Ob Live oder im Studio, die Finnen verbinden traditionelle Klänge aus ihrer Heimat mit modernen Elementen des Folk Metal und viel guter Laune, allen ernsten Themen ihrer Songs zum Trotz. So ist es kein Wunder, dass KORPIKLAANI auch auf ihrem 9. Album "Noita" auf die bewährte musikalische Mischung setzen und sich in ihren finnischen Texten wieder um ein Thema aus der Vergangenheit ihres Volkes kümmern. Diesmal geht es um die namensgebenden Noita, die als Schamanen Krankheiten heilten und spirituelle Ratgeber waren, ähnlich den Medizinmännern der nordamerikanischen Indianer. Die Songs sind sehr atmosphärisch und heavy, und durch das diesmal sehr dominante Akkordeon auch sehr melodisch. Sami Pertulla ist als neuer Akkordeon-Spieler erstmals mit einem traditionellen Knopf-Akkordeon am Start, was den Folk-Charakter der Arrangements verstärkt. In Summe ergibt das eines der besten KORPIKLAANI-Alben der Nuclear Blast-Ära, wenn nicht sogar das bisher beste der Männer aus dem Wald. Lustige Sauflieder wie früher fehlen zwar erneut, aber das macht nichts. Es gibt auch so genügend flotte Weisen, die zum Tanzen/Pogen/Moshen einladen und sich live bestens in die Setlist einfügen werden. Wer sich vor dem Kauf von den Stärken der Songs auf "Noita" überzeugen lassen will, hört sich am besten "Vinamäen Mies", "Pilli On Pajusta Tehty" und das getragene "Lempo" an - die ersten drei Lieder des Albums spiegeln die Quintessenz des Werks wider. Bei Album Nummer schaffen die Finnen auch 9 Punkte, wenn auch nur knapp.
Flo
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