KROKODIL | Nachash
Die einen sagen, es ist reine PR, die anderen sagen, den Bandmitgliedern ist es egal. Fakt ist, dass KROKODIL im Zuge ihres Debütalbums keinen großen Wind um ihren Gitarristen Alessandro Venturella machen wollen. Der wurde letztes Jahr durch sein einzigartiges Handrückentattoo als Tour-Bassist von SLIPKNOT enttarnt. Den KROKODIL Musikern ist es im Moment aber wichtiger das neue Album "Nachash" zu feiern, denn es hat ganz schön lang gedauert seit ihrem Entschluss 2011 gemeinsam Musik zu machen. Außerdem spielen auch die restlichen Musiker in renommierten Bands wie SIKTH, LIBER NECRIS oder GALLOWS, also: Alle mal runterkommen und "Nachash" einlegen. Während man nach den letzten Tönen des Openers "Shatter" noch zufrieden der Stille bis zum nächsten Track lauscht, hat "Skin Of The Earth" daraufhin leider nur einen Wiedererkennungswert. Und zwar einen der Art "Hab ich doch schon mal gehört... beim letzten Kleinstadtfestival?" Auch den folgenden Tracks fehlt die nötige Prise Chili im Einheits-Eintopf. Auch wenn man hört, dass hier verschiedene Stile wie Sludge und Stoner Rock durchaus bewusst verschmelzen, haut es einen nicht direkt vom Hocker. Die Vocals sind Geschmacksache, bei "The Collapse", der tempoverminderten Ausnahme auf "Nachash", kommen sie jedoch in ihrer Diversität sehr gut zur Geltung. Der Track "Sun Riders" besticht durch die Symbiose von Sänger und Gastsänger Simon Neil von BIFFY CLYRO und ist toll gelungen. Das sind jedoch die einzigen schillernden Knochenplatten des Krokodils. Dass es klappen kann, neben der vielen Arbeit, die man in seine Hauptband steckt, noch genug Ideen für eine zweite zu haben, kann man an BLOODBATH sehen. Wie uns KROKODIL, angeblich nach der gleichnamigen ultraharten Droge benannt, vom Hocker hauen will, werden wir sehen. Vielleicht mit dem nächsten Album. 5 gedopte Reptilien für den Erstversuch. Inka
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