LIKE A STORM

Awaken The Fire

Nicht gerade im Sturm eroberten LIKE A STORM den Markt. Nach Veröffentlichung des 2009er Debüts "The End Of The Beginning" begannen für die drei Jungs sehr arbeitsintensive Jahre, in denen sie insbesondere in den USA während unzähliger Gigs mit Bands wie KORN, SHINEDOWN oder ALTER BRIDGE peu à peu ihre Fangemeinde aufbauten. Während ihrer Acoustic Tour mit CREED 2012 starteten sie den Kreativprozess zum zweiten Album. In Ermangelung eines Labels produzierten sie unter anderem "Love The Way You Hate Me" im eigenen mobilen Studio. Jener Song, der 2014 das Interesse von Century Media wecken konnte. Als Single veröffentlicht erreichte der Titel zu Hause einen bemerkenswerten sechsten Chartplatz und in den US Mainstream Rock Charts Platz 21.

LIKE A STORM - dahinter stehen die Gebrüder Brooks aus Neuseeland. Gleich im Opener "Chaos" transportieren sie mit Didgeridoo-Klängen ein Stück Kultur aus Down Under in unsere Breiten. "Break Free" - diese eingängige Hymne an die eigene Freiheit spricht mir textlich aus der Seele. Deutlich härter ist "Six Feed Under", ein Song über die Ups and Downs im Musikbusiness, der ein wenig an frühere 30 SECONDS TO MARS erinnert. Alles andere als gewöhnlich sind die herzzerreißenden Balladen "Ordinary" und "Southern Skies". Nur dezente Gitarrenklänge unterstützen Chris' kräftige und zugleich so gefühlvolle Stimme. Auch die heavy Variante von COOLIOs "Gangster's Paradise" finde ich sehr gelungen. Das Album ist ein perfektes Wechselspiel aus Melodie und Härte, bewegt sich irgendwo zwischen modernem Metal und Alternative Rock. Mal fesselnde Rhythmen, vorantreibende Drums, technisch versierte Riffs und Hooklines, dann zum Träumen einladende akustische Gitarrenklänge und das im Rock so ungewöhnliche Didgeridoo. "Awaken The Fire" hat bei mir nicht nur gezündet, sondern ein ausgewachsenes Feuer entfacht. Anders ausgedrückt, mit Windstärke 9 peitschen sich LIKE A STORM in die Gehörgänge.

Iris

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