LUSTFINGER | Zündstoff
GoldenCore | ZYX | 12 Tracks | 42:32 Min.
Wie oft LUSTFINGER um Dauersänger Tom Fock schon das LineUp geändert haben, ist kaum mehr zu zählen. Genauso wenig die Jahre die die Münchener schon im Punkgeschäft sind. Mit deutlich verjüngter Band starten LUSTFINGER mit "Zündstoff" den neunten Versuch. Von Anfang an fällt mir auf, dass ich schon deutlich bessere Produktionen wie zum Beispiel "Eiszeit" von den Altpunkern gehört habe. Leider fehlen auch Hits wie "Bitte lieber Staatanwalt", "Wut im Bauch" oder "Honolulu Baby" gänzlich, und deswegen hat man wohl den ersten Hit der Band aus dem Jahre 1984 "Harte Männer tanzen nicht" nochmal neu aufgelegt. Viel mehr versucht man krampfhaft witzig zu sein und schimpft auf das böse, böse Deutschland. Mit dem Titeltrack "Zündstoff" sind LUSTFINGER nicht verlegen darum, sich selbst zu beweihräuchern, wobei der Song durchaus seine Qualitäten hat und zu den besseren zählt. Von der musikalischen Seite gibt es an sich auch nichts zu meckern, und die Instrumente der Band hatten wohl noch nie so gute Bediener. Aber irgendwie gibt es nichts, was mich dazu bringt, die Platte öfter als nötig zu hören, was wohl daran liegt, dass seit 30 Jahren keine musikalische Weiterentwicklung vorzufinden ist. Im Gegensatz zu den damaligen Konkurrenten DIE ÄRZTE und DIE TOTEN HOSEN, mit denen LUSTFINGER damals durchaus auf Augenhöhe war. Ich will den Jungs echt nichts Böses, aber vielleicht versuche ich es in 6 Monaten nochmal. Martin
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