MANIC STREET PREACHERS | Futurology

Sony | 13 Tracks | 49:10 Min.

 Bereits bei Erscheinen von "Rewind The Film" vor gut einem Jahr ließen die MANIACs verlauten, dass das Material für zwei Langspieler reichen wird. Anfang Juli 2014 erschien also das zwölfte Album "Futurology", das mit dem Opener und Titeltrack hymnisch-melancholische Stimmung verbreitet. Der Blick in die Zukunft beginnt mit dem Blick in die Vergangenheit. Fast ein Vierteljahrhundert Bandgeschichte der MANIC STREET PREACHERS barg Höhen, wie der konstante Erfolg ihrer zwölf Alben, sowie Tiefen, als zum Beispiel Bandmitglied Richey James 1995 spurlos verschwand. Wer bei dem zweiten Song "Walk Me To The Bridge" eine Richey-Reminiszenz bezüglich des Ortes, an dem sein Auto gefunden wurde, vermutet, liegt falsch. Die Øresund Brücke ist der Ort, an dem Bassist Nicky Wire vor ein paar Jahren daran dachte, die Band zu verlassen. Aber mehr als die Rekapitulation der letzten Jahre, soll Europa einen starken Einfluss auf dieses Album gehabt haben. Die Idee zu "Futurology" ist es auf den Autobahnen durch Europa zu fahren, die MANIC STREET PREACHERS ließen sich dabei besonders von Krautrock inspirieren und holten im Song "Europa Geht Durch Mich" (überflüssigerweise) die deutsche Schauspielerin Nina Hoss ins Boot. "Futurology" fährt nicht auf der Überholspur und die aufgewärmten 80er-Synthies schmecken fad. Das Stimmungsbarometer zeigt eine 4, also eher depressiv als manisch. Inka

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