MARDUK

Frontschwein

Nach diversen Ausflügen in, nun ja... religiöse Gefilde (gegen das Christentum zu wettern ist natürlich immer noch ein großes Anliegen von Håkansson & Co.) meldet sich eine der wichtigsten Black Metal Bands der zweiten Generation endlich wieder dort, wo sie am effektivsten ist: Im Schützengraben. Das 13. Studioalbum der Schweden macht seinem Namen alle Ehre, behandelt thematisch den - Überraschung! - Zweiten Weltkrieg und klingt entsprechend garstig, unwirtlich und brutal. Dabei müssen MARDUK nicht mal unausgesetzt auf Sperrfeuer setzen. Wenn sie denn tatsächlich mal vom Gaspedal gehen, wird die Stimmung nur noch bedrohlicher (unglaublich intensiv und beinahe schon in NEUROSIS-Sphären anzusiedeln: "Nebelwerfer"). Überhaupt ist "Frontschwein" äußerst abwechslungsreich ausgefallen und langweilt trotz der relativ langen Spielzeit zu keinem Moment. MARDUK sind also auch im 25. Jahr ihres Bestehens hungrig, kantig, aggressiv und schlecht gelaunt - also alles, was eine Black Metal Band ausm8. Anspieltipps: Der rasend schnelle Opener "Frontschwein", die Walzen "Wartheland" und "Nebelwerfer", sowie der mit einer völlig abartigen Gesangslinie versehene Rausschmeißer "Thousand-Fold Death".

Zenz

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