NUCLEUS TORN | Street Lights Fail

Prophecy | Soulfood | 3 Tracks | 38:39 Min.

Das nunmehr sechste Album der Schweizer Folkprog-Klangvirtuosen kommt mit nur drei Songs aus. Leicht verdaulich ist das Werk dennoch nicht. Wer den schnellen Kick sucht und Hintergrundmusik zum Autofahren braucht, sollte nicht weiterlesen. NUCLEUS TORN fordern ungeteilte Aufmerksamkeit. Die Band schreibt ihre Geschichten aufwendig musikalisch und nimmt dich auf ihre oft Piano basierte Reise mit. "Street Lights Fail" ist dabei eines von zwei Alben (Teil zwei folgt im nächsten Jahr) welche konzeptionell zusammenhängen, so wie es die drei Alben "Nihil", "Knell" und "Andromeda Waiting" zuvor bereits als Trilogie und dem anschließendem Prequel " The Golden Age" ebenso waren. Als Referenz können zum Teil THE 3RD AND THE MORTAL herhalten. Jedoch phrasieren die Schweizer die lauten und leisen Stimmungen extremer als die Norweger und zeichnen sich durch einen deutlich niedrigeren Metal-Anteil aus. NUCLEUS TORN haben erstmals durchgängig eine weibliche Sängerin (Anna Murphy von ELUVEITIE) am Start, welche ihre Stimme genauso exzentrisch einsetzt wie Kari Rueslatten seinerzeit. Die mannigfaltigen Instrumente und Effekte lassen keine Langeweile aufkommen und unterstreichen die extreme Experimentierfreudigkeit der Eidgenossen um Mastermind Fredy Schnyder. Das Album ist zu keiner Zeit vorhersehbar und braucht viel Zeit und Muse. Wenn diese dann allerdings da ist, wird man mit tollen Eindrücken belohnt. Ein Werk für mindestens 7 Hördurchläufe. Bernd

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