SERPENTINE

Circle Of Knives

Der Drache ist zurück... so etwas wie das Markenzeichen von SERPENTINE. Auch sonst finden sich im dritten Studioalbum des Waliser Quintetts liebgewonnene Elemente: fesselnde Melodien, Bombast, fette Chöre. Kurzum präsentieren SERPENTINE Keyboard-lastigen Melodic Hard Rock / AOR, bei dem auch die exzellente und abwechslungsreiche Gitarrenarbeit von Chris Gould nicht zu kurz kommt. Auf der anderen Seite sind nicht nur Farbe und Gestalt des Drachens neu, sondern auch die Stimme von SERPENTINE. War bei den Vorgängerwerken noch Tony Mills (SHY, TNT, SIAM) zu Gange, hat man mit Adam Payne einen Frontmann engagiert, der durch seinen an Gary Hughes erinnernden Gesang zarte Parallelen zu den Landsleuten von TEN unterstreicht. Gut, bedenkt man, dass der Silberling in Hughes' Doghouse Studio in Blackpool aufgenommen wurde, ist eine gewisse TEN Note nicht verwunderlich, man höre beispielsweise den Ohrwurm "Forever". Insgesamt bewegt sich "Circle Of Knives" im Midtempo-Sektor, wenngleich mit "Bleed" auch an die für Melodic Rock Scheiben beinah obligatorische Ballade gedacht wurde. In der sehr überzeugenden Produktion von Sheena Sear entdecke ich mit jedem Umlauf neue Details. Mastermind und Keyboarder Gareth David Noon erschuf ein mitreißendes Album, an dem Freunde epischen Melodic Rocks, etwa im Stile von MAGNUM, ihre helle Freude haben dürften. Der Drache spuckt 8, vielleicht 9 leuchtende Flammen.

Iris

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