SMASH INTO PIECES | The Apocalypse DJ

Etwa ein Jahr ist es her, doch erinnere ich mich als sei es gestern gewesen: AMARANTHE live on stage im Memminger Kaminwerk. Eröffnet haben SMASH INTO PIECES. Die Alternative Rocker aus Örebro hatten mich vom ersten Ton an so gepackt, dass ich mir anschließend das 2013er Debütalbum "Unbreakable" holte und gleich auf ein zweites Konzert der Tour ging. Ihre eingängigen Melodien fesseln mich einfach, was nicht zuletzt an den charakteristischen Lead Vocals von Chris Adam liegt, die von sehr gefühlvoll bis rau reichen. Die jungen Schweden überzeugen also nicht nur in ihrer Heimat, wo die Hitsingle "Colder" schon einen beachtlichen zweiten Platz in den Charts erreichte.

Nun halte ich das Nachfolgewerk "The Apocalypse DJ" in den Händen. "The Apocalypse DJ" wird in der Bandbiographie als Metapher für ihre Musik beschrieben, die sie zusammengebracht und bewogen hat, sich auf eine Reise ins Unbekannte zu begeben und alles für ihre Träume zu geben. Die neuen Songs wirken auf mich leidenschaftlich und kraftvoll auf eine düstere, schwermütige Art und Weise. Der zweite Longplayer ist noch radiotauglicher als das Debüt. Mein Favorit ist das hitverdächtige "Bullets" mit seinem genialen Gitarrensolo. Ein weiteres Highlight: "My Cocain", das Duett mit Elize Ryd (AMARANTHE, KAMELOT). Gut, SMASH INTO PIECES erfinden das Rad nicht neu und es lassen sich sicher Gemeinsamkeiten zu den US-Kapellen wie LINKIN PARK oder SKILLET ziehen. Doch finde ich den Sound frisch und authentisch. Man sucht nicht krampfhaft nach Härte, sondern überzeugt durch ohrwurmtaugliche Refrains, ideenreiches Songwriting und die sehr starke Produktion von Brian Sperber (ALTER BRIDGE, THREE DOORS DOWN). Poppige Arrangements und elektronische Facetten dürften ein Grund sein, dass die Jungs tendenziell ein eher jüngeres Publikum ansprechen. Die Schweden spielen heuer nicht nur 8 bis 9 Konzerte - lasst Euch das Liveerlebnis nicht entgehen. Iris

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