THE AGONIST

Eye Of Providence

Ein Neubeginn birgt immer eine Gefahr: ein krampfhaftes Vergleichen mit einer Vergangenheit, die eben nun mal abgeschlossen ist. So in etwa verhält es sich mit dem ersten THE AGONIST Album "Eye Of Providence" der "Nach-Alissa"-Ära. Zur Erinnerung: Raubkatze Alissa White-Gluz wechselte zu ARCH ENEMY und wurde durch die süße, schüchterne Vicky Psarakis ersetzt, die man auf YouTube entdeckte. Etwas ungleiche Voraussetzungen!

Rein musikalisch bleiben sich THE AGONIST auf ihrer vierten Veröffentlichung treu: druckvolle und ausgefeilte Gitarrenarbeit, interessanter Klar-Gesang, die Growls kräftig, aber vielleicht keine Peitschenschläge im gewohnten Ohr. Als Anspieltipp empfehle ich "Disconnect Me", das alles vereint, was man auf der Scheibe erwarten kann. Zum Ende überraschen mich THE AGONIST dann noch mit einer Nummer "As Above So Below", was ich spontan eher der GUANO APES Richtung zugeordnet hätte.

Ob Vicky Psarakis für THE AGONIST zum 6er im Lotto wird, bleibt abzuwarten - zum 6er beim H|T|M hat es gereicht.

Matt Bischof

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