THE ANSWER
Raise A Little Hell
Die irischen Hard Rocker THE ANSWER feiern heuer bereits ihr 15-jähriges Jubiläum, somit kommt das Quartett schon fast an so manch biblisches Bestehen seiner Vorbilder wie LED ZEPPELIN und Co. heran. Das ist schon mal ziemlich geil, aber in den Indie Rock Hochzeiten der 2000er das Hard Rock Segment aufzumischen, ist auch nicht bedeutungslos. Die fünfte LP "Raise A Little Hell" beginnt mit einer flotten Hommage an alle Renegades, die Mitnick-Verweigerungsversuche zwecklos macht. Cormac Neesons Stimme kann wie die eines Robert Plant klingen (verklagt mich!), gleichzeitig aber auch wie die eines Axl Rose (zum Beispiel auf dem Track "Cigarettes & Regret"). Das folgende "Last Days Of Summer" läuft wieder mit treibenden Basslines und Kick-Ass Gitarrensoli zu psychedelischer Höchstform auf. Danach befindest du dich gedanklich plötzlich bei locker leichtem Countryblues auf einer irischen Wiese zum Open Air wieder. THE ANSWER schafft es dennoch, dass "Raise A Little Hell" nicht nach zusammengewürfelten Stilen klingt, sondern homogen gut ist. Dennoch hängt es vom Rezipienten ab, ob THE ANSWER nach altbewährten Einflüssen oder eigenständig klingt. Auch wenn es bei mir ein Mix von beidem ist, überwiegt doch meine Überzeugung, dass diese Combo einen eigenen Stil drauf hat. Neesons Bezeichnung in einem Interview dafür: "Hard Assed Electric Blues"! Diese Platte klingt nach 60er/70er aber jung und faltenfrei. Bevor ich das restliche Album über den 9-blättrigen, irischen Klee lobe, höre man selbst, was THE ANSWER da fabriziert hat.
Inka
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