THE POODLES | Devil In The Details

Zugegeben, meine Erwartungshaltung an das sechste Studioalbum von THE POODLES ist hoch. Wenn ich den Bandnamen höre, denke ich beispielsweise an "Raise The Banner", die offizielle schwedische Olympiahymne für Peking. Dann gab es noch den Platinhit "Night Of Passion", und "Streets Of Fire" konnte gar Doppel-Platin einheimsen.

Ich habe den grandiosen Gig der Schweden beim 2014er Firefest in bester Erinnerung. Mit diesen Songs, die förmlich danach schreien, mitgesungen zu werden, zog mich Jakob Samuel einmal mehr in seinen Bann. Doch was musste ich kürzlich auf Facebook lesen? Bassist Pontus Egberg entscheidet sich, seine Karriere bei KING DIAMOND fortzusetzen. Schade. Aber ich bin zuversichtlich, dass Johan Flodqvist diese Fußstapfen ausfüllen kann. Apropos Facebook: dort finde ich die Genre-Einordnung Heavy Metal - interessant. Mit dem neuen Werk bleiben die Stockholmer ihrer Linie treu. Es steht THE POODLES drauf, es klingt nach THE POODLES. Und das heißt für mich nicht Heavy Metal, sondern kompromissloser, typisch skandinavischer Hard Rock mit einem Schuss Glam. Die Titel sind geprägt von einprägsamen Refrains gepaart mit kraftvollen, kreativen Instrumentalpassagen. Es ist schon die vierte Zusammenarbeit seit "Clash Of The Elements", und einmal mehr liefert Produzent Mats Valentin tolle Arbeit ab. Gleich der Opener "Before I Die" setzt sich in meinen Gehörgängen fest. Die episch angehauchte, durchaus massentaugliche Singleauskopplung "The Greatest" dürfte auf den kommenden Konzerten der tourfreudigen Schweden sehr gut funktionieren. Auch bei "Creator And Breaker" wird es schwer, stillzusitzen. Das groovige "Stop" oder "Need To Believe", mit seiner sehr eingängigen Melodie, kann ich mir gut als nächste Single vorstellen. Ich freue mich schon auf die nächste N8fahrt, auf die mich "Devil In The Details" begleiten wird. Iris

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