VENOM | From The Very Depths

Spinefarm | 14 Tracks | 52:16 Min.

Dass das Frühwerk ("Welcome To Hell" (1981), "Black Metal" (1982) und "At War With Satan" (1983)) der charmanten Rüpel aus Newcastle einen nachhaltigen Einfluss auf den extremen Heavy Metal hatte (ja, vielleicht sogar als dessen Geburtshelfer angesehen werden muss), wird niemand mit gesundem Menschenverstand jemals anzweifeln. Leider fing das Gebilde bereits ein Jahr später ("Possessed" (1985)) zum Bröckeln an: VENOM waren zu diesem Zeitpunkt bereits von der ersten Thrash-Welle und viel "gefährlicheren" Bands wie HELLHAMMER/CELTIC FROST oder BATHORY abgehängt worden. Was folgte, waren diverse Line-up-Wechsel und halbgare Veröffentlichungen, von denen manche (zu Recht) völlig untergingen. Die aktuelle Besetzung (Cronos, Rage und Danté) jedoch scheint zu funktionieren. Bereits die Vorgänger ließen wieder aufhorchen und auch "From The Very Depths" - immerhin das 14. Studioalbum - stimmt VENOM-Anhänger versöhnlich. Es gibt viel Blasphemie, bissige (Selbst-)Ironie, stumpf-charmante Punk-Attitüde, jede Menge Konfrontation mit dem Establishment und der Rumpel-Faktor passt auch. Das Songwriting ist facettenreich, Cronos' Gesang wie immer herrlich kaputt. Einzig die Spielzeit fällt etwas lange aus, zwei oder drei schwächere Nummern ("Temptation", "Stigmata Satanas") hätten sie lieber rausgeschmissen. Ansonsten ein starkes Album, das ich so nicht erwartet hatte. Die "7 Gates Of Hell" stehen also wieder sperrangelweit offen. Zenz

 

www.venomslegions.com

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